Parallel Programing Workshop Online
Allgemeine Beschreibung des Projekts
MPI (Message Passing Interface) ist eine Bibliothek zur Unterstützung
der Programmierung paralleler Systeme. Das Höchstleistungsrechenzentrum
Stuttgart (HLRS) bietet hierzu regelmäßig einen Präsenzworkshop
im Rahmen der Mitarbeiter- und Doktorandenschulung an. Die Folien
zusammen mit der Audioinformation wurden im Rahmen eines 100-Online-Projektes
ins Web gestellt. Im Rahmen dieses Self-Study-Projektes wird ein
Web-Interface zur Bearbeitung der im Kurs gestellten Programmieraufgaben
integriert. Dieser Kurs und die Teilnahme an den interaktitven
Übungsaufgaben steht allen Interessierten ohne vorherige
Registrierung offen.
Link zu den Projektseiten
http://www.hlrs.de/organization/par/par_prog_ws/
Bild zum Projekt

Projektbesonderheiten
Zu jedem Kapitel des MPI-Kurses existieren Übungen in Form
von 2 bis 3 Programmieraufgaben, die aufeinander aufbauen und
sich im Schwierigkeitsgrad steigern. Da den meisten Online-Kursteilnehmern
kein Mehrprozessorrechner zur Verfügung steht, müssen
die erstellten Programme auf einem Rechner des HLRS zur Ausführung
gebracht werden, was prinzipiell Hackern Tür und Tor öffnet.
Um die Sicherheitsrisiken so gering wie möglich zu halten,
werden die von den Übungsteilnehmern erstellten Programme
vor der Compilierung restriktiven Sicherheitsanalysen unterzogen.
Diese stellen sicher, dass sie keine illegalen Codestücke
enthalten. Nach dieser Analyse wird der Sourcecode des Benutzers
kompiliert und auf dem Parallelrechner ausgeführt. Der Benutzer
erhält über das Web-Interface die Ausgabe des Programms
zurück (bzw. die Ausgabe der Sicherheitsanalyse oder Fehlermeldungen
des Compilers) und kann so seinen Lernfortschritt unmittelbar
überpüfen. Damit ist es jedem Self-Study-Kursteilnehmer
möglich, sich die grundlegenden Fertigkeiten für die
Programmierung von Mehrprozessorarchitekturen anzueignen oder
im Präsenzkurs erworbene Kenntnisse zu wiederholen und zu
vertiefen. Wie in den meisten Bereichen der anwendungsorientierten
Informatik spielt hierbei das learning by doing eine große
Rolle.
Stand der Arbeiten und Probleme
Die Folien zusammen mit der Audioinformation können über
die Kursseite abgerufen werden, während die Integration der
Übungsaufgaben durch die unterschiedliche Konfiguration der
Server in einem heterogenen Netzwerk erschwert wurde. Hierbei
bereitete besonders der Aufbau eines sicheren Kanals zwischen
Web- und Compute-Server mittels ssh einige Schwierigkeiten, da
die Aufrufumgebung der Webskripte eine wesentlich andere ist als
die im Testbetrieb von der Kommandozeile. Dies wurde umso deutlicher
als zum Entwickeln des Web-Interfaces ein anderes Betriebssystem
als auf dem Web-Server verwendet wurde und dieser aus Kapazitätsgründen
zwischenzeitlich auf einen anderen Rechner migiert werden musste.
Verwendete Werkzeuge
Zusätzlich werden derzeit Multiple-Choice-Tests erstellt.
Für diese Aufgabe kommt das Tool MUSE von Kirstin Barbey
zum Einsatz. Da es sich hierbei um ein rein deutschsprachiges
Tool handelt, während die schriftlichen Kursunterlagen des
HLRS in Englisch vorhanden sind, mussten die Hilfestellungen des
Tools ins Englische übersetzt werden. Eine Umschaltung der
Sprachen zwischen Deutsch und Englisch ist zwar realisiert, aber
nur bei der Erstellung eines Tests, nicht aber für den Anwender
des Tests. Letzteres ist heute auf vielen Plattformen üblich
und wäre auch hier wünschenswert.
[ Zwischenbericht eingereicht von: Dr. Rolf Rabenseifner, Michael
Speck, Traugott Streicher, Felix Triebeli, HLRS Abteilung Parallel
Computing ]
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